Sexuelle Bildung
Durch mehr Bildung zu mehr Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation WHO besagt, dass Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit“ ist.
Wissensvermittlung, Beratung und Unterstützung bei Kummer, Konflikten und Notsituationen helfen mit unser Wohlbefinden zu steigern, ja können dazu beitragen manche schwierige Lebenslagen gar nicht erst entstehen zu lassen! Gerade wenn es um weniger Gewalt, dafür aber mehr Respekt und Selbst-, wie Nächstenliebe geht, können wir nie zu viel dazulernen! Egal, ob zuhause in der Familie, Schule, am Arbeitsplatz, im Verein oder mit Freundinnen und Freunden. Oft bedarf es nur einiger Infos und Übungen, um sich neue Fähigkeiten anzueignen, die uns helfen mehr auf andere und sich selbst Rücksicht zu nehmen. Empathie, das Sich-in-andere-Hineinfühlen, um ein faires und feineres Miteinander möglich zu machen, kann in jedem Alter weiter entwickelt werden!
Sexuelle Bildung nach WHO-Leitlinien* (von der Beratung werdender Eltern über Eltern-Kind-Trainings und sexualpädagogische Workshops in Kindergärten und Schulen, bis hin zu Aus- und Fortbildungsangebote für Erwachsene – auch noch im hohen Alter!) kostet dem Staat nicht nur deutlich weniger als Ausgaben innerhalb des Gesundheitssystems für die Folgen von sexualisierter Gewalt, sondern hilft mit
- das Menschenrecht auf Bildung zu verwirklichen (-> mehr Wissen, mehr Entscheidungsfreiheit!),
- mehr über unseren Körper, unsere Bedürfnisse und sexuellen Rechte zu erfahren (-> weniger sexualisierte Gewalt, dafür aber mehr Selbstbestimmung!),
- soziale Ächtung nicht-heteronormativer Identitäten und Lebensweisen zu vermindern (-> weniger Mobbing und Selbstmorde, dafür aber Ermöglichung von mehr Lebensglück für alle!),
- Wissen über Schwangerschaft und Verhütung zu vermitteln (-> weniger Abtreibungen, dafür aber Ermöglichung von mehr Kinderglück!), sowie
- Informationen über die richtige Kondomanwendung zu verbreiten (-> weniger Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten, dafür aber mehr Genuss im Liebesleben!).
Mario R. Lackner (Dipl. Sexualpädagoge und -berater, sowie Mag. der Internationalen Entwicklung, eingetragen in die ExpertInnenliste der Akademie für Sexuelle Gesundheit) ist Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung, sowie der Plattform Sexuelle Bildung und ist seit über 15 Jahren in Ober- und Niederösterreich in der Jugendbetreuung und Erwachsenenbildung tätig. Durch seinen Ausbildungsschwerpunkt und seine langjährige berufliche Erfahrung im sexualpädagogischen Bereich ist er neben unserer Gemeindeärztin erste Ansprechperson im Ort, wenn es um Fragen der sexuellen Gesundheit geht:
- Kindliche Sexualität, Pubertät und Wechsel (körperliche und seelische Veränderungen)
- Verhütung sexuell übertragbarer Krankheiten (richtige Kondomanwendung, sexuelle Treue)
- (Un)gewollte Schwangerschaft und Elternschaft, Verhütungsmittel wie Pflaster, Ring und Pille
- Beziehungsglück und -schwierigkeiten, (un)glücklich Single-Sein
- Sexuelle Orientierung (queer, hetero-/homo-/bisexuell)
- Sexuelle Identität (Transgender, intersexuell, weiblich/männlich,...)
- Gewalt (Verführung, Vergewaltigung, Pornokonsum unter 18, Kinderporno-Konsum)
- Basiswissen in Sachen menschlicher Anatomie und Sexualität
- Schamgefühle, Ekel vor sich selbst, Probleme mit dem eigenen Selbstbewusstsein
Diese und weitere Themen, die Ihnen und Dir am Herzen liegen, können anonym, vertraulich und zu fairen Tarifen mit mir besprochen werden. Termine für Lehreinheiten zu sexueller Bildung:
0699/14 00 26 12 und Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
* http://www.who.int/reproductivehealth/publications/sexual_health/defining_sh/en/